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Abschied(e)

Abschied(e)

Von Julian Barnes | Erschienen: 2026

Julian Barnes ist Ende 70 und philosophiert über das Älterwerden und den Umgang mit seiner Krebserkrankung, die man nur beherrschen aber nicht heilen kann. Es beschäftigt ihn, an was aus seinem Leben man sich noch erinnern kann und ob es die Möglichkeit von unwillkürlichen autobiographische Erinnerungen (auf Englisch involuntary autobiographical memory oder IAM) gibt und falls ja, ob diese wünschenswert seien. Als literarisches Vorbild reflektiert er die Szene in Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit", in welcher das Eintauchen eines Kekses in den Tee einen Schwall von Erinnerungen auslöst.


In diese Überlegungen flicht er die Geschichte eines Liebespaares, dem er zweimal half zusammen zu finden. Das erste Mal in der Studienzeit. Allerdings gingen die beiden am Schluss des Studiums wieder auseinander und getrennte Wege. Vierzig Jahre später half er ihnen ein zweites Mal, wieder zusammen zu kommen. Diesmal heirateten sie sogar. Aber auch dies hielt nicht lange und sie trennten sich wieder. Daraus ergibt sich die Frage, ob man etwas im Leben verpasstes später nachholen kann.


Seine Überlegungen führen zum Nachdenken über sein eigenes Leben, speziell wenn man selber auch nicht mehr der Jüngste ist. Es ist reizvoll, aber einen Roman ergibt es nicht wirklich.

ISBN: 978-3462009194

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